
Keilberg (l.) und / and Fichtelberg (r.).
Das Erzgebirge ist eines der schönsten Mittelgebirge und liegt malerisch im Süd-Osten Deutschlands an der Grenze zur Tschechischen Republik. Der höchste Berg des Erzgebirges befindet in Böhmen. Der Keilberg (Klinovec) ist genau 1244 Meter hoch. Sein „Bruder“ auf Deutscher Seite, ist der Fichtelberg mit 1215 Metern. In diesem zauberhaften Mittelgebirge gibt es etwa 30 weitere Berge, die Meisten reichen an die 1000 Meter ran. Sie alle schmiegen sich rund um den Keilberg und dem Fichtelberg.
Das Erzgebirge ist das Erlebnisgebirge für alle, die auf eine bunte Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt wert legen. Der Damhirsch, das Reh, der Fuchs und viele Wildschwein leben hier in der freien Natur. Mit ein bisschen Glück kann man auch die „Raritäten“ der erzgebirgischen Tierwelt zu Gesicht bekommen, die Haselmaus oder die Wildkatze. Auf den Hochmooren, vor allem in Böhmen, leben noch heute verschiedenste Arten von Fröschen. Vereinzelt trifft man auf das Birkhuhn oder kann die Bachstelze beim Nestbau entlang der Flüsse beobachten.
Ein weiterer Augenschmaus sind die zahlreichen Bergwiesen mit ihren Naturkräutern. Zwischen den Städten und Gemeinden laden herrliche Nadel- und Laubwälder zum Wandern oder zu aktiver Erholung ein. Im Winter sind die gespurten Loipen ein Eldorado für alle Wintersportfans. Die einzigartige Landschaft bildet mit ihren vielen Wäldern und Wiesen ein traumhaftes Panorama in jeder Jahreszeit.
Den Namen verdankt das Erzgebirge den reichen Erzvorkommen im 16. Jahrhundert. Vor allem Silber, aber auch Kupfer und Zinn wurden hier aus der Erde ans Licht gebracht. Noch heute gibt es unzählige Zeugnisse des Silberbergbaus in der gesamten Region. Über die Berge führten einst wichtige Handelswege vom königlichen Dresden ins Goldene Prag. Ein System von meisterhaften Schutzburgen wurde erbaut, um diese Wege zu schützen. Um diese Burgen ließen sich die Menschen nieder und erbauten Städte und Dörfer. Nach dem Niedergang des Bergbaus, änderte sich das Leben der Menschen. Sie brauchten eine neue Beschäftigung. Barbara Uthmann brachte das Spitzenklöppeln in die Region. Heute ist der Deutsche Teil des Erzgebirges vor allem wegen seiner Volkskunst bekannt. Diese Traditionen haben sich bis in die heutigen Tage erhalten. Nicht umsonst trägt das Erzgebirge den Namen „Weihnachtsland“. In der Advents- und Weihnachtszeit schmücken Engel und Bergmann, Nussknacker, Räuchermann und der Schwibbogen die gemütlichen Stuben der Erzgebirger.

Ein Traum in weiß - A dream in white.
Die Region ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert, egal ob man im winterlichen Sonnenschein mit den Skiern durch den märchenhaft glitzernden Schnee fahren will oder im Sommer die wunderschönen Berge und Täler auf unseren ausgezeichneten Naturways zu Fuß oder auf dem Drahtesel mit allen Sinnen genießen und erkunden möchte.
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